Geschichte der Mühle und der Bäckerei in Stove
Müller Johannes Tiedemann ließ 1889 die heute noch bestehende holländische Windmühle errichten. Sie wurde von der Rostocker Mühlenbaufirma Hofwolt nach den damals modernsten Gesichtspunkten der Windmühlentechnik erbaut.
Bis 1940 wechselte die Mühle mehrfach ihren Besitzer. Der aus Stapel im Amt Neuhaus an der Elbe stammende Müllermeister Hans Mirr kaufte die Windmühle in Stove. Er betrieb diese mit der Bäckerei auch während des 2. Weltkrieges und den folgenden schweren Nachkriegsjahren.
In der Zeit von 1947 bis 1949 baute man sogar die neue Bäckerei. Die alte hatte arbeitshygienischen Forderungen nicht mehr entsprochen. Bis 1960 wurde das Brot noch mit einem Pferdefuhrwerk in die umliegenden Dörfer ausgefahren.
Im Gegensatz zu vielen Berufskollegen hatte Hans Mirr trotz aller Schwierigkeiten und der hohen Instandhaltungskosten nie auf den Windantrieb verzichtet.
Die Holländerwindmühle in Stove dürfte somit eine der letzten Windmühlen in Mecklenburg sein, die durchgehend bis zu ihrer entgültigen Stilllegung mit Windantrieb arbeiten konnte.
1976 stellte der damals 67-jährige Müllermeister aus Altersgründen den Mahlbetrieb ein.
Die angegliederte Bäckerei übernahm 1977 Hans Mirr jun., die nach der Wende am 1. Oktober 1990 um das Stover Mühlencafé erweitert wurde.
Technische Daten der Mühle
Höhe des Mühlenturmes einschließlich Haube: 15.0 m
- Durchmesser der Windrose: 3.5 m
- Durchmesser des Flügelkreuzes: 22.0 m
- Breite der Flügel: 2.3 m
- Leistung bei mittlerer Windstärke: ca. 25 PS = 18.0 KW
- Durchmesser des Kammrades: 2.7 m
- Gewicht des oberen Mühlensteins: ca. 1.4 t
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